Home
Tolle Stimmung und zügige Kämpfe am Sommerturnier >
< Website des Judo-Club Gütsch in neuem Design
25.05.2015 19:50 Alter: 2 Jahre
Kategorie: JCG-Clubleben
Von: Edith Birrer

Black Dragon Camp 2015

Die Judo-Junioren erlebten über Pfingsten Abenteuer im Zauberwald von Robin Hood, Herr der Ringe und Harry Potter: mit Waldrisotto, Zielscheiben-Burger und Basilisken-Brot, zwei begehrten Hängematten, ausserdem allerlei Knall-Effekten, Fackeln und Himmelslaternen. In wichtigen Nebenrollen spielten zwei pelzige Vierbeiner, ein paar freche Zweibeiner und ein Doch-nicht-U-Boot mit.


Das Black-Dragon-Camp-Team

Ein bisschen Brennholz

Der Kuttenzwerg

Himmelslaternen

Wer ist der Strauch?

Marshmallows braten

Um von den Häschern des Königs nicht gefunden zu werden, musste das Camp von Robin Hood verlegt werden. Die Nachhut von Robins Trupp zog zu Fuss durch den Riffigwald über Welisinge und nahmen unterwegs gleich "ein bisschen" Feuerholz mit. Im neuen Camp bei Unterröthelbach hatte Bruder Louis schon einen Mittagsimbiss vorbereitet. Frisch gestärkt konnten wir Waldvaganten uns einrichten, richtig heimelig: drei Schlafgemächer, eine Vorrats- und Schatzkammer, dazu Feuergrube und Sitzbäume, und darüber hinaus auch zwei Hängematten und ein Tassenbaum (statt Küchenschrank).

Schon bald übten die Kampflustigeren Stangenturnier und Pfeilbogenschiessen, andere sammelten Kräuter fürs Waldrisotto oder kletterten an Lianen. Gegen Abend zauberte Esthi auf dem Rost über dem Feuer Zielscheiben-Burger und Pfeilspitzen-Happen zum Waldrisotto. Dann machte sich der Trupp auf den Weg, um die Gegend auszukundschaften. Über steinige Wege, einen Hügel und durch finsteren Wald gelangten wir in ein unheimliches Tal im Auenland. Dort begegnete uns ein Kuttenzwerg, Weggefährte von Frodo, der uns bat, ihm zu helfen, den Ring zu finden und im Diamant-Berg (wo der Ring geschmiedet worden war) zu zerstören. Er führte uns an einer verfallenen Mühle vorbei. Sie sah sehr verlassen aus, aber trotzdem brannte in den Fenstern Licht. Doch die Geister und der unsichtbare Wachhund liessen uns passieren. Auch an der Pfadi dem Waldrand entlang kamen wir (noch) ungeschoren vorbei. Als wir jedoch auf der frisch gemähten Wiese stehenblieben, schrie vom Haus auf dem Hügel eine Bauersfrau, was uns eigentlich einfalle, wir sollten schnellstens verschwinden. Wir waren uns keiner Schuld bewusst, da wir ja nicht durchs Gras, sondern extra auf der anderen Seite des Zauns auf der gemähten Weise gegangen waren. Wir vermuteten eine Verwechslung mit den Pfadern... Auch der Kuttenzwerg wusste keinen Rat. Also hielten wir uns auf dem Rückweg vorsichtshalber an die Wege und kehrten im Fackelschein zu unserem Camp zurück. Dort schrieben wir mit unsichtbarer Tinte Wünsche auf Himmelslaternen und liessen sie steigen. Bald waren die Laternen ausser Sichtweite, und wir verzogen uns in die Zelte.

Der nächste Tag begann mit dem üblichen Singvogelkonzert und einem wunderbaren Sonnenaufgang, der allerdings auf der anderen Seite des Waldes stattfand und nur von Edith bewundert werden konnte, weil sie schon in geheimer Mission unterwegs war. Nach dem üppigen Morgenessen samt einem feinen Porridge nach Elben-Art mussten die Dorf-Bewohner zuerst die Vorräte an Wasser und Holz auffüllen. Ganz nebenbei entdeckten sie das Rehkitz, welches die ganze Nacht laut gerufen hatte, in einem Dornengestrüpp. Sie machten ihm den Weg frei, indem sie die Dornen mit Stöcken zur Seite drückten – prompt hüpfte das Kitz vor ihren Augen auf und davon.

Danach wurde das Team der Mittelerde-Bewohner an die Mission erinnert: den Ring zu finden und nebenbei Aufgaben zu lösen, um Zutaten fürs Mittagessen zu erarbeiten. Die ganze Gruppe suchte, fand Ring-Teile und löste die zugehörigen Aufgaben: sie faltete Papierhüte und -Schiffe, entzifferte eine Flaschenpost in Elbisch und fand versteckte Lembas-Brote. Sie baute auch ein Floss, welches wider Erwarten nicht als U-Boot endete, sondern erfolgreich durch den Bach schwamm. Ausserdem wurde ein Mitglied der Gruppe dermassen mit Ästen und und Farnen behängt, dass man es tatsächlich kaum mehr von einem Strauch unterscheiden konnte! (Schau dir die Fotos im Picasa an - wer war es?)

Die hart verdienten Zutaten ergaben schliesslich ein feines Mittagessen mit Fajitas. Am Nachmittag konnten sich alle nach Herzenslust austoben oder ausruhen (die Hängematten waren heiss begehrt). Zweimal knallte etwas, doch wir rätselten vergebens über die Ursache. Später spielten wir "Chöbeli-Tschutte", bis wir müde waren und Yanick uns verlassen musste. Wir begleiteten ihn bis zum Bauernhof und blieben noch eine Weile dort, um Stefan Gürber zum Geburtstag zu gratulieren. Darüber freute sich vor allem Hund Charlie, der sich sofort auf dem Rücken räkelte und genüsslich von vier verschiedenen Händen gleichzeitig streicheln liess. Zurück im Lager entdeckten wir den Grund der beiden Knaller vom Vormittag: der Leiterwagen hatte an der Sonne gestanden, was zwei der prall aufgepumpten Räder zum Platzen gebracht hatte...

Unterdessen waren wir bei Harry Potter angekommen. Das Nachtessen aus Basiliskenbrot (Schlangenbrot-Pizza) brauchte tatsächlich Zauberkünste: Glut produzieren, die verunglückten Basilisken retten und gleichzeitig sich selbst etwas braten wäre schon schwierig. Aber dann erinnerten uns ein paar Regentropfen noch daran, dass das Wetter ganz anders sein könnte! "Stunden später" hatten dann alle genug Pizza gegessen, und der Regenschleier war unbedeutend geblieben. Die Blasenentzündung von Miriam konnten wir allerdings nicht wegzaubern, darum wollte sie abgeholt werden. Im letzten Tageslicht packte sie mit Hilfe von Lukas ihre Sachen, und dank unseren Stirnlampen-Blinksignalen fuhr ihre Familie doch nicht am Hof vorbei, sondern zu uns. Danach brieten wir im Schein von Fackel und Kerzenlaterne noch einige Marshmallows. Bevor uns die Augen zufielen, mussten wir allerdings noch die Mission aus Herr der Ringe zu Ende führen, nämlich den aus den Wunderkerzen geschmiedeten Ring in der Glut des Diamantberges zerstören. Mit einem gleissend hellen Schein löste er sich auf, und die Kraft der bösen Mächte war gebannt.

Darum war das nächtliche Geknalle wohl keine schwarze Magie, sondern wahrscheinlich weitere Experimente der Pfadi. Ausserdem rief das Rehkitz immer noch nach der Mutter. Und zwanzig nach fünf Uhr näherten sich Stimmen dem Camp. Die schnelle Reaktion von Esthi und Edith vertrieb die frechen Burschen und verhinderte Schlimmeres: die Zelte standen noch. Später entdeckten wir allerdings noch weitere Hinterlassenschaften der Pfader: rohe Eier ans grösste Zelt geworfen, marinierte Pouletbrüstchen in den Vorzelten. Das war nun definitiv nicht mehr lustig, und wir hätten den Pfadern gerne etwas angehext, aber leider reichten nach nur einem Tag bei Harry Potter unsere Zauberkünste noch nicht... Nach dem Morgenessen wollten wir uns im Pfadilager nach der Lagerleitung erkundigen. Wir fanden ein Lager mit lauter abgelegten Zelten - auch unsere vermeintlichen Täter waren Opfer eines Angriffs geworden, und zwei Pfader erklärten, es seien ziemlich viel verschiedene Pfadis in der Gegend. (Wir werden uns mit einem Brief an die Kantonal-Leitung wenden.)

Nach diesen unvorhergesehenen Zwischenfällen brauchten wir fast Zauberkünste, um gemütlich Zmorge zu essen und dann doch bis halb zehn Uhr das ganze Lager aufgeräumt und abgebrochen zu haben – und nebenbei wollte noch Butterbier gebraut sein für den Empfang der Eltern, und die am Zelt nicht zerbrochenen Eier auf Papier zu Spiegeleiern verarbeitet. Vielleicht hatte die Hermione für uns die Zeit zurück gestellt, jedenfalls waren wir rechtzeitig beim Hogwarts-Schulhaus. Mit Bruder Louis und mit Patricks Mutter tranken wir unser Butterbier und assen Lembas-Brotstücke. Edith hatte offenbar in Hogwarts doch etwas gelernt: sie liess eine Schnur zerschneiden und zauberte sie wieder ganz. Danach goss sie Butterbier in eine Tüte aus Zeitungspapier, liess das Bier verschwinden und entrollte das trockene Papier (?!), worauf sie es wieder rollte und das Gebräu zurück in ihren Becher goss. Und somit war das Black Dragon Camp 2015 offiziell beendet.
Wenn du reinschnuppern möchtest, schau dir die Bilder vom Black Dragon Camp 2015 auf Picasa an!