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19.04.2015 11:21 Alter: 3 Jahre
Kategorie: JCG-Clubleben
Von: Edith Birrer

Judo-Schnupperkurs begeisterte nicht nur die 14 Kinder

Am Sportwochenkurs in den Osterferien lernten 14 Kinder im Judo-Club Gütsch einige Würfe und Festhalte-Techniken kennen. Nach vier Vormittagen demonstrierten sie ihr Können stolz den staunenden Eltern. Die nächste Gelegenheit, Judo zu bestaunen, gibt es am Sommerturnier am 31. Mai im Dojo an der Grossmatte Ost 8.


Der erste Wurf über die Hüfte sieht schon ganz gut aus

Am ersten Kurstag betasteten die blossen Füsse der 14 Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren noch etwas scheu den ungewohnten Untergrund, die Judo-Matten. Aber keine zwei Stunden später konnten sie einander schon auf den Rücken werfen und am Boden festhalten. Ausserdem hatten sie die Rolle rückwärts schon fast zirkusreif gemeistert und sich bei allerlei Fang- und Kampfspielen gründlich ausgetobt.

Der Kurs wurde geleitet von Edith Birrer, J+S-Leiterin in Jugend- und Kindersport und langjährige Trainerin des Judo-Club Gütsch, und unterstützt von zwei fortgeschrittenen jugendlichen Judokas. Sie hat schon viele solche Kurse geleitet: „Die Kinder haben keine Angst vor dem Fallen und merken rasch, dass es nicht weh tut. So lernen sie schnell, machen Fortschritte und stärken so ihr Selbstvertrauen. Wichtig ist, dass es Spass macht.“ Und das tut es, mit lustigen Spielen, neuen Tricks und Kniffen oder mit kleinen Kampfspielen: Wer kann sich aus dem Festhaltegriff befreien? Wer kann dem Übungspartner den Judo-Gürtel abknöpfen? Wer kann ihm mit dem Gürtel die Füsse fesseln? Viel zu schnell war es jeweils 11 Uhr und die Lektion zu Ende.

Die Kinder wollten das Gelernte natürlich gleich zu Hause an ihren Geschwistern oder sogar den Eltern ausprobieren, wurden aber von der Trainerin ermahnt, Judo-Würfe dürften nur auf Judo-Matten ausgeführt werden. Gegen einen vorsichtigen Festhaltegriff auf dem weichen Teppich hätte sie aber nichts einzuwenden, vorausgesetzt, die Regeln werden eingehalten. Die wichtigste Regel: sofort loslassen, wenn der Übungspartner das Zeichen dazu gibt. Und so wird wohl bei manchen Familien ein Elternteil oder der grosse Bruder gestaunt haben, wie schwierig es ist, sich aus dem Festhaltegriff des kleinen Knirpses zu befreien...

In den vier Lektionen bis zum Kursende lernten die Kinder zwei Würfe und dazu geeignete Gegenwürfe, ausserdem erste Wurf-Kombinationen, zwei Festhaltegriffe und Befreiungen daraus. Ihre Lieblingstechniken konnten sie am Schluss den Eltern vorzeigen, welche über die schnellen Fortschritte ihrer Sprösslinge staunten. Als Schlussbouquet beeindruckten die beiden Hilfsleiter mit einer kurzen Judo-Vorführung, vom schnellen Fusswurf bis zum Schulterwurf in hohem Bogen.

Die Organisatoren hoffen natürlich, dass möglichst viele Kinder weiterhin ins Training kommen können. „Judo ist eine der wertvollsten Sportarten für Kinder und Jugendliche: es fördert Koordination und Körperbeherrschung, aber darüber hinaus auch Selbstvertrauen, Konzentration, Durchhaltewillen und Verantwortungsgefühl. Alles Werte, die auch in der Schule und im Beruf zentral sind“, erklärt Edith Birrer. Im Beruf – also auch Judo für Erwachsene? „Aber sicher! Wir haben Clubmitglieder im Pensionsalter, die jede Woche auf den Matten sind. Und etliche Mütter und Väter haben mit dem Judo begonnen, weil ihre Kinder so begeistert waren.“