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Wem kommen beim Stichwort "japanisches Essen" nicht roher Fisch und teure Restaurants in den Sinn?
Doch die japanische Küche hat dieses Image zu Unrecht. Fisch wird zwar oft gegessen, aber nicht nur roh, sondern in allerlei Zubereitungsarten. Noch häufiger stehen die verschiedensten Sorten Gemüse auf dem Tisch. Dazu gehört meistens Reis, doch es gibt auch einfache und schmackhafte Nudelgerichte.
Wir stellen hier in loser Folge Rezepte von unseren Lieblingsgerichten vor. Viel Spass beim Nachkochen und
itadakimas !
(sagt man in Japan vor dem Essen, entspricht unserem "e Guete!")
Chinakohl mit Sesam
Sushi
Hakusai no Gomazu-ae: Chinakohl mit Sesam
So wie wir "Westler" traditionellerweise keinen rohen Fisch essen, gibt es in Japan traditionellerweise keine Gerichte mit rohem Gemüse. Auch "Salate" bestehen aus kurz gekochtem Gemüse. Hier ein Beispiel für einen Salat mit Essig-Sauce:
| 5 grosse Chinakohl-Blätter | | kurz kochen
in ein Sieb abschütten
in Streifen schneiden
Flüssigkeit leicht auspressen |
| 2 EL Sesamsamen |  | in einer Pfanne ohne Fett rösten
in einem Mörser zerstampfen |
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| Sauce: |  |  |
2 EL Reisessig oder milder weisser Essig
1 EL Zucker
1 EL Sojasauce |  | alles gut vermischen, bis sich der Zucker aufgelöst hat |
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| Sesam und Kohl mit der Sauce mischen, in kleinen Schalen je ein Häufchen Salat bergartig anrichten. |
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Sushi - gesäuerter Reis
Entgegen der landläufigen Meinung heisst "Sushi" nicht "roher Fisch", sondern "gesäuerter Reis". Das japanische Sushi entspricht unseren belegten Broten!
Unten sind einige der vielen Gerichte mit Sushi vorgestellt.
Hier das Rezept für Sushi:
| 6 dl (3 Tassen) Kurz- oder Mittelkornreis | | mehrmals in frischem kaltem Wasser waschen, gut abtropfen lassen |
6 dl (3 Tassen) kaltes Wasser
nach Belieben: ein 5cm-Stück Kombu (Seetang) gründlich gewaschen |  | mit dem Reis zum Kochen bringen, Pfanne zudecken, bei sehr niedriger Hitze 25 Min. ausquellen lassen, ohne den Deckel zu lüften.
In der Zwischenzeit Dressing zubereiten (siehe unten).
Tang herausnehmen und wegwerfen. |
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| Dressing: |  |  |
4 EL Reisessig oder milder weisser Essig
3 EL Zucker
2 1/2 TL Salz
2 EL Mirin (süsser Sake) oder trockener Sherry |  | alle Zutaten gut mischen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat |
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| In einer grossen Schüssel Dressing und Reis sanft, aber gründlich mischen und schnell abkühlen. Am besten geht dies zu zweit: eine Person hält die Schüssel und mischt mit einem Holzspatel (Bratkelle), eine zweite Person verteilt tröpfelnd Dressing über den Reis und fächelt den Reis mit einem Fächer, um ihn abzukühlen. |
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Sushi-Gerichte:
Als Zwischenverpflegung wird oft Sushi zu Dreiecken geformt (Seitenlänge ca. 5 cm, etwa 2 cm dick), in der Mitte ein Stück Gurke oder Pickles, das Ganze mit einem halben Blatt Nori (grünlichschwarze, papierartige Algen) umwickelt, so dass nirgends mehr Reis hervorschaut. Eignet sich besonders gut zum Mitnehmen!
Eines der berühmtesten Sushi-Gerichte ist Nigiri-Sushi:
Sushi-Reis mit nassen Händen zu länglich-eiförmigen Bällen pressen, auf der Oberseite mit ganz wenig grüner Meerrettichpaste (Wasabi) bestreichen und mit rohem Fisch belegen.
Echt japanisch wird alles immer besonders schön angerichtet und verziert (und natürlich mit Stäbchen gegessen!)
Das bekannte Norimaki-Sushi sieht schön aus und ist besonders gut vorzubereiten:
Sushi-Reis wird auf Noriblätter gestrichen, mit Streifen von Pickles, Pilzen, Gurken, Spinat oder anderen Gemüsen belegt und gerollt. Man schneidet die so entstandenen Rollen in ca. 3cm lange Stücke, die zum Essen kurz in Sojasauce getunkt werden.
Etwas weniger aufwändig zum Vorbereiten ist Temaki-Sushi:
Die gleichen Zutaten wie für Norimaki-Sushi - also in Streifen geschnittene Pickles, Pilze, Gemüse, Omeletten, Fisch etc. - richtet man auf Tellern in der Mitte des Tisches an. Eine Schüssel mit Sushi-Reis und geviertelte Noriblätter kommt ebenfalls in die Mitte. Nun braucht jeder Gast nur ein kleines Schälchen mit Sojasauce und Stäbchen, und schon kann's losgehen: Man nimmt ein Stück Nori auf die Hand, bestreicht es mit Reis, belegt es nach Lust und Laune und rollt es dann zu einer Tüte (wie ein Glace-Cornet) zusammen. Gegessen wird diese - auch in Japan! - unkompliziert von Hand ("Temaki" heisst "von Hand gerollt").
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